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Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus
Am 27. Januar, dem Tag der Befreiung des KZ Auschwitz, fand der Schüler- und Jugendgedenktag zum ersten Mal in der Königin-Luise-Schule statt. Über tausend Besucher nahmen an dem Ereignis teil, das von Bürgermeisterin Elfie Scho-Antwerpes eröffnet wurde. Mit zahlreichen Beiträgen hatten Kölner Schulen das Thema aufbereitet. Neben musikalischen und schauspielerischen Darbietungen fanden Filmvorführungen und Lesungen statt.
In dem Stück „Wo seid Ihr?“ zeichneten Schüler und Schülerinnen der Königin-Luise-Schule unter der Leitung von Frau Müller in szenischen Rückblicken eindrucksvoll die Biographien jüdischer Schüler nach, die im Dritten Reich unsere Schule besucht hatten, bevor sie auf die einzige jüdische Schule Kölns, die „Jawne“, kamen und schließlich in Konzentrationslager verbracht wurden. Eine weitere Gruppe unter Leitung von Herrn Preusser befasste sich mit dem Thema „Die Konzentrationslager in Literatur und Kunst“ und präsentierte einen ergreifenden Liedvortrag, gefolgt von einer Lesung aus der Biographie einer jüdischen KZ-Überlebenden.
Im Foyer des PZ zeigte eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus der Jahrgangsstufe 10-11 unter Leitung von Frau Schaafhausen und Herrn Preußer eine Ausstellung mit Werken der Literatur, der Musik und des Films und dokumentarischen Fotos zum Thema des Holocaust. Sie hatte das Motto „Nur was nicht aufhört, weh zu tun, bleibt im Gedächtnis“. In vier Nischen konnte man jeweils vier Werke auf Videomonitoren, per Kopfhörer, als Schrifttafeln oder Reproduktionen sehen oder hören. Lesungen ergänzten die Ausstellung. Sie wurde auch nach dem Auschwitz-Gedenktag noch von vielen Klassen und Kursen der KLS besucht.
Die Besucher erlebten eine Veranstaltung gegen das Vergessen, die Erinnerung und Mahnung zugleich war. Von der Schulverwaltung gab es viel Lob für die Organisation des Tages. Sie kündigte an, dass der Gedenktag auch im kommenden Jahr in der Königin-Luise-Schule stattfinden wird.