Teilnahme an der Längsschnittstudie der internationalen NRW Research School Education and Capabilities
Die internationale NRW Research School Education and Capabilities ist ein Projekt der Universität Bielefeld und der Technischen Universität Dortmund und des Landes NRW.
Doktoranden und Doktorandinnen aus verschiedenen Disziplinen untersuchen in einer bisher in Deutschland einzigartigen Längsschnittstudie die Faktoren und Problembereiche, die die Bildungschancen des Individuums in der Gesellschaft fördern oder behindern. Dabei werden unter Einbeziehung verschiedener Fachrichtungen wie Erziehungswissenschaften, Linguistik, Psychologie des Spracherwerbs, Soziologie und Rehabilitationsforschung quantitative und qualitative Untersuchungsmethoden kombiniert. Ziel ist die Untersuchung der für die Erziehung und Bildung relevanten Prozesse, die Schlüsselkompetenzen und Lernhaltung schaffen, unterstützen und darauf zurückgreifen. Schwerpunkt ist dabei die Untersuchung sozialer und linguistischer Kompetenzen, die Schlüsselkompetenzen für das Lernen in und die Teilhabe an einer Gesellschaft darstellen.
[http://www.education-and-capabilities.de/, 28.09.2009]
Durchgeführt wird die Studie in ausgewählten Schulen aller Schulformen. Die Untersuchungen werden in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und in den Naturwissenschaften der Sekundarstufe I. Darüber hinaus wird die Sozialkompetenz im Sinne des Selbstkonzeptes der Schülerinnen und Schüler untersucht.
Die Durchführung beinhaltet eine Lernausgangsanalyse in der Klasse 5. Dem Konzept einer Längsschnittstudie entsprechend werden in ein- bis zweijährigen Abständen in der gleichen Schülergruppe Daten erhoben. Dabei wird angestrebt, auch die Laufbahn von Schülerinnen oder Schülern zu verfolgen, die die Klassengruppe verlassen haben. Die schulischen Rahmenbedingungen sollen durch Abfragen in zwei- bis dreijährigen Abständen in der Schulleitung, bei den unterrichtenden Kollegen und Kolleginnen und den Schülern und Schülerinnen, sowie Eltern erhoben werden.
Die Daten werden vollständig durch die externen Kräfte in der Schule erhoben und ausgewertet werden. Die Ergebnisse der Erhebungen sollen der Schule noch im laufenden Schuljahr zurückgemeldet werden, wobei die Daten standortspezifisch ausgewertet werden und der Schule auf Wunsch Interpretationshilfen und Unterstützung beim Umgang mit den Daten geboten werden.
Die Daten werden anonymisiert und die Ergebnisse der Erhebungen werden der Schule als Ergebnisse der Lerngruppe zurückgemeldet. Dies ermöglicht keine Rückschlüsse auf einzelne Schülerinnen und Schüler, wohl aber auf die Leistungsentwicklung der untersuchten Lerngruppen über mehrere (Schul-) Jahre hinweg. Für die Schule bietet dies neben den zentralen Prüfungen eine weitere Gelegenheit, einen landesweiten Vergleich anzustellen. Insbesondere werden in der Studie gezielt nicht nur Leistungsdaten erhoben.
Aus den Daten kann sich Bedarf hinsichtlich der Schulentwicklung oder der Fortbildung des Kollegiums ergeben, auf den die Schule dann gezielt reagieren kann. Auch hierzu wird den teilnehmenden Schulen Unterstützung angeboten. Darüber hinaus bietet die Teilnahme an der Studie die Gelegenheit, mit anderen teilnehmenden Schulen in Kontakt zu treten und sich auszutauschen.
Aufgabe der Schule ist es, eine Ansprechpartnerin bzw. einen Ansprechpartner (an der Königin-Luise-Schule Frau Maas) zu stellen, Termine und Erhebungen sowie den Umgang mit den Daten zu koordinieren, an der Befragungen teilzunehmen und die erhobenen Daten auszuwerten und daraus ggf. notwendige Konsequenzen und Vorhaben zu entwickeln.
Seit Januar 2009, dem Beginn der Studie, nimmt die Königin-Luise-Schule an dieser Studie teil und darf sich damit „Forschungschule“ nennen. Die Königin-Luise-Schule sieht die Teilnahme an dieser Studie als Konsequenz und Weiterführung ihrer Projekte und Maßnahmen im Bereich der Förderung und Schulentwicklung und der bildungspolitischen Entwicklungen der letzten Jahre. Auf die ersten Ergebnisse der Erhebungen sind wir gespannt.