Erdkunde
Mitglieder der Fachschaft:
Frau Montag
Frau Panke
Frau Stein-Sluimer
Herr Wolff
(Referendare: Herr Maetschke, Herr Rasch)
Das Fach Erdkunde leistet – wie auch die anderen Gesellschaftswissenschaften – einen wichtigen „Beitrag zur Entwicklung von Kompetenzen, die für das Verstehen gesellschaftlicher Wirklichkeit sowie für das Leben und die Mitwirkung in unserem demokratisch verfassten Gemeinwesen benötigt werden. Durch die Aufarbeitung historischer, räumlicher, politischer, gesellschaftlicher und ökonomischer Bedingungen, Strukturen und Prozesse legt der Fachunterricht Grundlagen, die die Lernenden dazu befähigen sollen, sich in ihrer Lebenswirklichkeit zu orientieren sowie kompetent zu urteilen und zu handeln.“ (Kernlehrplan Erdkunde, S. 12)
Darüber hinaus wird „durch die Erschließung sowohl des Nahraumes als auch fremder Lebensräume [...] Toleranz gegenüber dem Eigenwert fremder Kulturen angebahnt und auf ein Leben in einer international verflochtenen Welt vorbereitet [...].“ (Kernlehrplan Erdkunde, S. 13)
Wie werden wir diesen großen Anforderungen an das Fach Erdkunde gerecht?
Der Aufforderung, sich aktiv mit der Welt auseinander zu setzen, begegnen wir mit einer vielseitigen Unterrichtsgestaltung. Experimente gehören dazu genauso wie Exkursionen. So ist in der Jahrgangsstufe 5 die Erkundung eines Wochenmarktes oder eines Bauernhofes vorgesehen. Durch die Auseinandersetzung mit Tabellen, Diagrammen, Modellen und Karten leistet das Fach Erdkunde einen wichtigen fächerverbindenden Beitrag zur Methodenkompetenz der Schüler. Vielfältige Verknüpfungen zu verschiedenen Fächern (z.B. Skizzieren eines Stadtteilplans in Klasse 5 oder Erstellen einer PPP in Stufe 9 in Kooperation mit „Lernen lernen“) erzielen dabei einen anwendungsbezogenen, nachhaltigen Lerneffekt.
Neue Medien sind inzwischen fester Bestandteil des Unterrichts im Fach Erdkunde – ob Raumanalyse mit GIS oder Google Earth, digitalem Atlas, Geo-Spiele, Erstellen eigener Diagramme und Kartenskizzen oder Übungen mit der Selbstlern-CD.
Unterricht in der Sekundarstufe:
Wenn die Schüler und Schülerinnen in die 5. Klasse kommen, beginnt für sie mit Erdkunde ein neues Fach. An der KLS wird das Fach Erdkunde durchgehend von Klasse 5 (mit 3 Wochenstunden) bis 9 (ab der 7. Klasse mit 4 Wochenstunden) in Epochen erteilt. Neben obligatorischen zentralen inhaltlichen Vorgaben stehen auch methodische Kompetenzen im Vordergrund des neuen Kernlehrplans.
In der Sekundarstufe II werden die Schülerinnen und Schüler im Fach Erdkunde unterrichtet, wenn aus dem gesellschaftlichen Fächerkanon dieses Fach Erdkunde gewählt worden ist. Erdkunde kann ab der Stufe 10 als 3-wochenstündiger Grundkurs neu gewählt werden.
Der gymnasiale Oberstufenunterricht stellt eine Fortsetzung des Unterrichts in den jüngeren Klassen dar. Er knüpft inhaltlich, methodisch und räumlich an die Vorgaben der Sekundarstufe I an und versucht, nach Jahrgangsstufen getrennte Einheiten in jeweils allen Jahrgangsstufen parallel durchzuführen; ad hoc interessierende Fragestellungen werden selbstverständlich aktuell behandelt.
In den Stufen 5/6 stehen grundlegende Mensch-Raum-Beziehungen aus Deutschland und Europa mit einfachen Sach-/Erkenntnisstrukturen, in Verbindung mit einem Grundrepertoire an fachrelevanten Methoden-/Urteils- und Handlungskompetenzen Zentrum der Betrachtung.
In den Stufen 7-9 werden aus (außer-/)europäischen Kontinenten zunehmend kompliziertere Raum- und Sachstrukturen behandelt, die mit europäischen Raumbeispielen bestückt sind, aber zunehmend zum Heimatraum zurückkehren, und dabei progressiv obligatorische Kompetenzlernziele systematisch fortführen und vertiefen.
In der Sekundarstufe II führt der Erdkundeunterricht in das noch stärker wissenschaftliche Bild des Faches Erdkunde, vertieft und problematisiert ökologische, wirtschaftliche, soziale Fragen, zeigt deren Raumrelevanz, macht die propädeutische Wirkung dieser Fragenkomplexe augenscheinlich und stattet die Kursteilnehmer mit Sach- und Methodenkompetenz aus, um ein wissenschaftliches Studium in Fach Geographie absolvieren zu können.