Exkursion der 8b zur Kölner Uni

Exkursion der 8b zur Kölner Uni

Wir, die Klasse 8b, waren am 20.01.2020 mit unserer Biologielehrerin Frau Bönsch an der Uni zu Köln, um Lena Schäfer, eine junge Studentin, bei ihrer Bachelorarbeit zum Thema „Wald und Klima - Ein digitales Stationenlernen“ zu helfen. Sie hatte zwölf Stationen mit einer App entwickelt und wir waren da, um zu sehen, wie effektiv man so lernen kann. In der Uni wurden wir dann von einer Gruppe Studenten erwartet, die dort mitgeholfen haben. Nachdem wir in Gruppen aufgeteilt wurden, sollten wir mithilfe der App auf Tablets, die uns zur Verfügung gestellt worden waren, die verschiedenen Stationen bearbeiten. Bei jeder Station wurden wir von jemandem begleitet. Es ging um die verschiedenen Ökosysteme, das Klima und den Wald generell.

Angefangen hat alles mit einem Besuch des nahegelegen Parks, um Blätter im unübersichtlich wirkenden Haufen aus Laub zu identifizieren. Was zuerst fast unmöglich erschien, wurde dann allerdings mit der Hilfe von einem Studenten immer leichter. Zwar hatten wir erst etwas Probleme, die richtigen Blätter zu finden, da es schwer war, trotz der braunen Farbe durch andere Merkmale das richtige zu finden. Allerdings hatten wir nach ein paar Versuchen den Dreh heraus. Nachdem dann alles auf dem Tablet notiert war, ging es zurück in den Raum.

Anschließend konnten wir eine etwas andere Aufgabe auf dem Display unseres Tablets flimmern sehen. Wir haben uns einen kleinen Lernfilm über die Bedeutung von Ökosystemen und ihren Einfluss auf die Natur angesehen und mussten Fragen zu diesem Thema beantworten. In dem Film ging es aber nicht nur um die Bedeutung der Ökosysteme, sondern auch die Auswirkung des Klimawandels auf diese. Allgemein wurde das Thema Klimawandel bei allen Stationen großgeschrieben. Die folgende Station hat man mit einem Schaubild und einer guten Erklärung von einer der Studentinnen schnell verstanden. Es ging um das Thema Holzverwertung und ihren Beitrag zum Klima.

Dann wurde es mathematisch. Wir haben eine komplett neue Seite der Anwendung von Biologie im Wald kennengelernt. Mithilfe des Durchmessers, der Zahl PI und einer speziell für dieses Thema anwendbaren Formel haben wir dann die CO2 Abgabe eines bestimmten Baumes, der ebenfalls im Park zu finden war, bemessen, natürlich mit einem auf dem Tablet bereitgestellten Rechner. Und selbst diejenigen, für die Mathe erst mal öde klingt, würden sich bei diesem Thema sicher nicht langweilen. Es war für uns alle überraschend, wie präzise man einen solchen Wert so schnell berechnen kann.

Die anschließende Station war etwas unabhängiger vom Tablet, wir mussten einigen Bildern, die auf das Thema Klimawandel zurückzuführen waren, bestimmte Texte und Überschriften zuordnen. Auch da haben wir noch einiges zum Thema Klimawandel erfahren, mir war zum Beispiel völlig neu, dass mit der Erderwärmung auch eine große Bedrohung für den Wald durch Käfer und andere gefährliche Insekten auf uns zukommt. Als letztes sollten wir dann noch passend zu der letzten Station wieder nach draußen gehen und nach sichtbaren Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Natur in Köln suchen. Zum Beispiel ein abgesägter Baum, der wahrscheinlich aus Vorsorge vor einem möglichen Sturm zugeschnitten werden musste. Oder die Tatsache, dass es dort im Park mehr Bäume von der einen als von der anderen Art gibt, weil diese sich besser an das Klima angepasst haben.

Man konnte mit den Tablets sehr gut arbeiten, man musste allerdings, bevor man starten konnte, immer den Code zur jeweiligen Station, der auf einem Informationsblatt zu sehen war, scannen. Ganz ohne weiteres geht es also nicht. Besonders müssten Schulen, sollte digitales Arbeiten tatsächlich mal überall eingeführt werden, ja auch die Mittel dazu finanzieren.

Des Weiteren hatten wir natürlich auch großartige Hilfe von den vielen Studenten, ohne diese wäre das Projekt niemals möglich gewesen. Denn so hatten wir, anders als beim Stationenlernen in der Schule, immer jemanden bei uns, der Fragen beantworten konnte oder uns angespornt hat. Trotzdem haben wir hauptsächlich selbstständig gearbeitet. Auch die Stationen und das Programm waren sehr gut gelungen, deswegen auch nochmal ein großes Lob an Lena Schäfer und ihre Helferinnen und Helfer. Alles in allem war es ein sehr schöner und abwechslungsreicher Tag und es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

(Wim und Helene, 8b)

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