Konsumkritischer Stadtrundgang mit Kölle Global

Konsumkritischer Stadtrundgang mit Kölle Global

Wussten Sie, dass die Kleidung, die Sie im Laden finden, eine 19000 km lange Strecke zurücklegt von der Herstellung bis zur Entsorgung?

Wussten Sie, dass 88 Milliarden Plastikflaschen im Jahr allein von Coca-Cola hergestellt werden und man damit 31mal zum Mond käme und zurück, wenn man sie aneinanderreihen würde?

Diese Fakten und mehr haben wir (Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9, Q1 und Q2) heute im Rahmen von „KLS Goes Green“ auf unserem Stadtrundgang mit zwei Vertreterinnen der Organisation Kölle Global ( https://koelleglobal.org/) gelernt, die uns mit verschiedenen, interaktiven Stationen vor allem die Themen „Plastik“ und „Kleidung“ konsumkritisch näher gebracht haben.

Zu Beginn haben wir am Brüsseler Platz mit dem Quiz „1, 2 oder 3“ unser Wissen zum Material „Plastik“ getestet. Folgende beeindruckende Fakten haben wir dabei unter anderem gelernt: ein Kasten mit Glasflaschen spart 450 PET Flaschen, der weltweit größte Mikroplastikanteil in Flüssen findet sich unerwarteterweise im Rhein, nicht im Ganges oder Yangtse, und nur 15 % des in Deutschland verwendeten und in den gelben Tonnen gesammelten Plastik wird tatsächlich recycled.

Am Rathenau-Platz folgte dann ein interaktives Spiel zum Thema „Fast Fashion“, das uns die Herstellungskette unserer Kleidung vermittelte und deutlich werden ließ, wie weltumspannend zum Beispiel unsere Jeans hergestellt werden, angefangen vom Design, zu Herstellung, Verkauf, Nutzung, Wiederverwertung durch Weiterverkauf und Entsorgung. In der Regel geschieht dies alles in verschiedenen Ländern und oft unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen. Als Beispiel für ein Geschäft, das auf organische und fair gehandelte Kleidung setzt, haben wir den „Green Gorillas“ in der Roonstraße einen kurzen Besuch abgestattet.

Abschließend können wir festhalten, dass wir heute viel Neues gelernt haben, viel zum Nachdenken mitnehmen, wie wir evtl. unser eigenes Konsumverhalten überdenken und verändern können, und uns freuen, dass es in Köln viele Möglichkeiten gibt, einem umweltbewussten Lifestyle nachzugehen. Alternativen sind z.B. die verstärkte Nutzung von Second-Hand Läden, Zero Waste und Unverpackt-Läden für den umweltschonenden Einkauf, die es mittlerweile fast in jedem Stadtviertel gibt. Zum Schluss wurde uns für die Zukunft noch eine Gedankenstütze mit den „6 R‘s“ mit auf den Weg gegeben. Vielleicht können wir durch unseren Artikel auch unsere Leser anregen, einige dieser R‘s auch für sich mit zu bedenken: reduce, repair, reuse, recycle, rethink, und manchmal refuse!

Projektgruppe „Kölle Global“ mit RID, WW

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