Kunst in Corona-Zeiten

Kunst in Corona-Zeiten

Schülerinnen und Schüler der 6c und des Projektkurses Kunst (Q1) haben in den letzten Monaten spannende Arbeiten bei sich zuhause geschaffen, für die diese besondere Zeit die Rahmenbedingen bildete bzw. zu den Aufgabenstellungen inspirierte.

Eine Aufgabenstellung für die 6c war das Thema „Angriffe der kleinen Monster aus der Luft“, was teilweise auch im Sinne der gefährlichen Corona-Viren, die über die Luft übertragen werden können, gedeutet wurde.

 

Gemeinsam mit der Klasse 6c wurde in der Zeit des Lockdowns in einer Videokonferenz überlegt, wie man trotz Entfernung an gemeinsamen Produkten arbeiten könnte. Diesen Gedanken entwickelten wiederum der Praktikant Herr Graf und die Praktikantin Frau Fronhöfer weiter und erdachten ein Projekt für die Klasse, angeregt durch das Konzept des Cadavre Exquis. Die Idee– ursprünglich von den Surrealisten entwickelt – ist dabei, dass mehrere Personen an einem gemeinsamen Bild arbeiten, ohne die Ergebnisse der anderen zu sehen. Wichtig ist bei der Vorgehensweise, dass die Anschlüsse von Bildteil zu Bildteil stimmen. So ergeben sich durch die Zusammenarbeit mehrerer Personen gerade durch das Unwissen der Arbeit der anderen - und in unserem Falle durch die Entfernung - neue überraschende Kombinationen.

Die Kinder sollten bei dem Projekt in Gruppen arbeiten, sich austauschen darüber, wer welches Körperteil gestaltet, über die Anschlüsse und Verbindungen entscheiden oder die entsprechende Vorgabe verwenden. Das Kunstprojekt sollte eben auch über die Distanzen hinweg ein Anlass zur Kommunikation untereinander sein. Komplett sind die Arbeiten, die in diesem Sinne echte Gemeinschaftsprodukte sind, erst durch das Zusammenfügen der Einzelbilder.

 

 

Auch die Schülerinnen und Schüler des ersten Projektkurses Kunst (Q1), der leider bisher nur wenige Male in der Schule stattfinden konnte, waren künstlerisch in der Zeit des Homeschoolings aktiv und setzten sich anfangs mit den Möglichkeiten der digitalen Fotografie und Bildbearbeitung auseinander. Sie schufen zu der Aufgabenstellung „Doppelbelichtung“ spannende Bildwelten, bei denen die Welt an Eindeutigkeit und Schärfe einbüßt und sich Ansichten von verschiedenen Orten und Zeiten überlagern.

 

 

Eindrücklich sind die Arbeiten, die im Rahmen des Expressionismus-Projektes der Schülerinnen und Schüler des Projektkurses Kunst entstanden. Den Auftakt des Projekts bildete eine selbstständige inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Expressionismus in der bildenden Kunst und Literatur. Der nächste Teil der Aufgabenstellung war, einen persönlichen Text über die eigene Befindlichkeit „In dieser Zeit“ in Form eines Gedichts mit zwölf Versen zu schreiben, wobei der Text sich stilistisch anlehnen sollte an expressionistische Lyrik. Das Wort „Corona“ war in dem Text nicht erlaubt. Anschließend sollte der eigene Text in Schwarzweiß in einer vorgegeben Größe (10 cm x 10 cm) illustriert werden.

Die Ergebnisse lassen trotz expressiver Übersteigerung vermuten, dass die vergangenen Wochen für die Schülerinnen und Schüler keine ganz einfache Zeit gewesen sind, zeugen aber von einem kreativen Umgang mit der aktuellen Situation und weisen auch manch neue Perspektive auf.

De

 

 

Zurück

Archiv "Aus dem Schulleben"

Ältere Artikel finden Sie HIER!