Theater-Club Junior

Theater-Club Junior

Das Warten hatte ein Ende und wir haben im Februar mit dem neuen Theater-Club Junior (einem Theater-Abo für interessierte Schülerinnen und Schüler und Eltern der fünften und sechsten Klassen) das erste Mal gemeinsam eine Aufführung besucht. Wir haben uns „Die Nibelungen“ im Comedia Theater angeschaut, eine spannende Geschichte von Rittern, Liebe und Rache.

 

Das Wichtige zur Handlung in Kürze: Alles fängt mit der schönen Prinzessin Kriemhild an, die sich in den überaus starken Siegfried verliebt, der einst im Drachenblut badete und so unverwundbar zu sein scheint. Ihr körperlich eher schwacher Bruder König Gunther aber möchte eine Doppelhochzeit, was alle sehr witzig finden, weil er sich als zukünftige Frau ausgerechnet die unbezwingbare Brünhild aus Island aussucht, die er zunächst in verschiedenen Wettkämpfen besiegen muss.

Siegfried erklärt sich aber bereit, ihm mit Hilfe seiner Tarnkappe, die ihn unsichtbar macht, zu helfen. So besteht Siegfried unbemerkt die Prüfungen für Gunther, doch als dieser tatsächlich mit Brünhild verheiratet ist, kommt sie hinter den Schwindel, zerstreitet sich über den Rang ihrer Männer mit Kriemhild und ist so wütend, dass sie den Recken Hagen anweist, Siegfried zu töten. Nur mit einer List kommt dieser hinter das Geheimnis, an welcher Stelle Siegfried doch verwundbar ist.

Eines Tages laben sich Hagen und Siegfried nach gemeinsamer Jagd an einer Quelle und Hagen nutzt die Möglichkeit, Siegfried zu töten. Kriemhild ist viele Jahre sehr traurig, heiratet aber dann König Etzel und plant eine Rache an Hagen und ihrem Bruder Gunther: Sie lädt dessen gesamtes Königreich unter einem Vorwand in das Reich ihres Mannes ein, wo der Konflikt in vielen Toden endet: Neben Heerscharen an Rittern muss auch Kriemhilds Sohn Ortlieb sein Leben lassen, woraufhin Kriemhild Hagen und ihren Bruder Gunther tötet und schließlich selbst erschlagen wird. Am Ende überlebt nur König Etzel als einer der wenigen. 

Diese komplexe und gnadenlose Handlung kindgerecht auf die Bühne zu bringen, klingt beinahe unrealistisch, aber tatsächlich war die Inszenierung sehr kurzweilig, abwechslungsreich und an vielen Stellen auch witzig. So singt zum Beispiel Ortlieb weiter, obwohl Krieg herrscht, und König Gunther musiziert in den unpassendsten Situationen mit kleinen Glöckchen, was das Publikum oft zum Lachen brachte. Alle Schauspielerinnen und Schauspieler sind zu jeder Zeit auf der Bühne zu sehen und schlüpfen durch kleine Änderungen des Kostüms in verschiedene Rollen.

Alle waren durchweg beeindruckt von dieser Inszenierung und verließen das Stück mit einem Lächeln im Gesicht. Obwohl es schade ist, dass in dieser Geschichte am Ende fast alle sterben, war es ein tolles Theaterstück, das unbedingt zu empfehlen ist! Wir freuen uns auf unseren nächsten gemeinsamen Theaterbesuch!    

 Marie, Emma und Herr Schmitz aus der 5a 

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