Bilder würfeln

Bilder würfeln

Wo ist die Grenze zwischen bewusster Gestaltung und der Nutzung von dem, was unbeabsichtigt oder gar zufällig passiert? Wie kann der Zufall für die eigenen Zwecke kreativ genutzt werden? Hat das Zufällige nicht auch eine positive Seite, da sich eben nicht alles vorhersehbar aus dem Vorherigen ergibt, Dinge überraschend oder vielleicht sogar zufällig passieren? Wie können der Zufall und das unvorhergesehene Geschehen in der Kunst genutzt werden? Viele Künstler versuchen unerwartete Entdeckungen und Beobachtungen zu nutzen und setzen sich explizit mit der auch philosophischen Frage nach dem Zufall auseinander, entwickeln dazu entsprechende Verfahren und Konzepte, wie z. B. Gerhard Richter bei dem Domfenster.

Auch die 6b hat sich im Kunstunterricht - angeregt durch ähnliche Fragen - mit aleatorischen Verfahren beschäftigt. Aufgabe war es, ein Konzept für ein Zufallsbild zu entwickeln und dieses anschließend auszuführen. Die meisten Kinder entwickelten Ideen, bei denen Würfel oder Münzen zum Einsatz kommen sollten; sie haben festgelegt, was bei welchen Ergebnissen auf dem Blatt für Bewegungen in welchen Farben ausgeführt oder welche Formen jeweils zum Einsatz kommen sollten. Geschult wurde so ein ansatzweise konzeptuelles Denken, das für die zeitgenössische Kunst und auch für die Informatik von großer Bedeutung ist. Herausgekommen sind Bilder, die vielleicht etwas technisch aussehen, aber dennoch ästhetisch interessant sind. (De)

 

 

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Archiv "Aus dem Schulleben"

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