Durch das mittelalterliche Köln: eine besondere Stadtführung
Wusstet ihr, woher das Sprichwort: „Ich bin steinreich“ kommt? Im Mittelalter galt als reich, wer sich Häuser aus Stein bauen konnte. Wie die Familie Overstolzen, die in der Straße „Unter Sachsenhausen“ sechzehn Mietshäuser mit Blick auf den Dom besaß. Der Straßenname bedeutet „Unter sechzehn Häusern“ und hat nichts mit den Sachsen zu tun.
Im Rahmen unseres Geschichtsunterrichts haben wir uns näher mit Städten im Mittelalter beschäftigt und zu diesem Thema auch eine Stadtführung gemacht. Zu Beginn haben wir uns mit unserer Stadtführerin Cornelia Geiger am Kölner Dom getroffen. Sie hat uns als Erstes ein paar grundlegende Fakten über das mittelalterliche Köln erzählt, aber auch Anekdoten, wie zum Beispiel, dass das Sprichwort ,,Man klappt die Bürgersteige hoch” mit der mittelalterlichen Gewohnheit zu tun hat, nachts die Bürgersteige, die aus Holz waren, hochzuklappen, damit sie nicht morsch wurden. Am Dom hat sie uns weiteres über dieses berühmte Bauwerk erzählt. Wie zum Beispiel diesen Merksatz über das Datum seiner Grundsteinlegung: Man verdoppelt immer die Zahlen ab 1: also 1248.
Dann sind wir nach und nach zu ein paar Orten in Köln gelaufen, zu denen sie uns lustige Geschichten oder gruselige Fakten erzählt hat. Wie zum Beispiel die Entführung des Bäckermeisters Philipp Ecks und die Folgen für die Täter. In dem Zusammenhang hat sie uns über verschiedene Hinrichtungsmethoden informiert. Wie zum Beispiel das Enthaupten oder Rädern. Der Name der Stadtteile Raderthal und Raderberg geht sogar auf die Foltermethode des Räderns zurück.
Insgesamt waren wir an vier Orten in der Kölner Innenstadt. Nach der Stadtführung durften wir noch durch den Kölner Dom gehen und haben uns den Schrein der Heiligen Drei Könige angeschaut und das moderne Kirchenfenster des Künstlers Gerhard Richter.
Karla und Milla, 7b