JuniorAkademie 2021 – Ein Erfahrungsbericht

JuniorAkademie 2021 – Ein Erfahrungsbericht

Die JuniorAkademie ist genau das, was der Name einem verspricht. Jedes Jahr wird begabten und interessierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geboten, in den Sommerferien das Akademie-Leben in einem selbstgewählten „Studiengang“ zu erleben. Doch die Pandemie hat auch die JuAka nicht verschont und 2020 fiel sie aus, womit auch meine erste Anmeldung ins Wasser fiel.

Doch zum Glück kam es 2021 anders: Die Akademie wurde online über Videokonferenzen abgehalten. Und so hatte ich letztendlich doch die Möglichkeit, meinen Wunschkurs Psychologie zu besuchen.

Jegliche Zweifel an der Umsetzung sind an dieser Stelle mehr als berechtigt – ich habe auch überlegt, meine Anmeldung zurückzuziehen. Aus dieser Überlegung wurde jedoch nichts, und so traf ich die wahrscheinlich beste Entscheidung in diesem Jahr.

Bevor ich aber ins Schwärmen abdrifte: Lassen Sie mich meine Erlebnisse genau schildern, mit den wichtigsten Details, und mit Kritik und Lob.

Die Akademie wurde im Zeitraum 02.08. – 12.08.2021 abgehalten. Der erste Tag begann mit einer kurzen Einführung in einem virtuellen Raum, in dem alle TeilnehmerInnen mitsamt Kursleitern anwesend waren. Wir wurden nett begrüßt, uns wurden die Stundenpläne gezeigt und die wichtigsten Regeln vorgestellt. Dann, nach kaum einer halben Stunde, begannen die Kurse um punkt 9:00 Uhr. Da lernte ich meinen Kursleiter kennen, und die Jugendlichen, mit denen ich meine kommenden zehn Tage verbringen würde – natürlich nur online.

Die Kurse waren/sind alle ungefähr gleich groß, nicht mal so groß wie eine herkömmliche Schulklasse. Das ermöglicht einem, die Mitstreiter besser kennenzulernen und die Arbeitszeiten möglichst angenehm zu gestalten.

Die Kurse waren aufgeteilt in Vor- und Nachmittage, sodass man eine mehrstundenlange Mittagspause zwischen den beiden Sitzungen hatte. Doch diese nutzten nur die wenigsten von uns, um wirklich eine Pause zu machen, da wir schon früh merkten: Wir wollten etwas Großes machen. Jeder Kurs hatte ein Endziel, worauf man in der Gruppe hinarbeitete, damit die Ergebnisse schließlich am letzten Tag den anderen TeilnehmerInnen vorgestellt werden konnten.

Doch erst wurden wir in unsere jeweiligen Gebiete eingeführt. Mein Kursleiter, ein führender Forscher auf dem Gebiet der Aphantasie, konnte uns sofort für die kommenden Tage begeistern. Mit vielen Diskussionsrunden, aufregenden Gruppenarbeiten und informativen Vorlesungen verbrachten wir von morgens bis abends jede freie Sekunde in unserem Meeting-Raum und verschlangen eine Informationsmenge, von der Jugendliche in unserem Alter sonst nur träumen.

All dies fand am Tage statt. Da war es jedoch noch lang nicht vorbei: Das Abend-/Nachtprogramm hielt uns jeden Tag wach. Die TeilnehmerInnen haben nämlich die Möglichkeit, eigene Kurse in den Pausenzeiten und abends anzubieten, und so entstand schnell ein Chat-Server, in dem jede Nacht stundenlang Spiele wie Werwolf, Gartic Phone und Among Us gespielt wurden.

Unser Kurs entschied sich, zum Ende eine Studie durchzuführen, in der wir mithilfe der gesamten Akademie und einigen Umfrage-Dateien Informationen darüber erhoben und auswerteten, wie verschiedene Bilder von Social Media-Plattformen unsere Laune beeinflussen. Wir arbeiteten drei Tage ununterbrochen durch und erstellten mithilfe unseres Kursleiters eine Studie, die mit mehr Teilnehmern veröffentlichungsreif gewesen wäre.

Und so ging die JuniorAkademie mit dem letzten Tag zu Ende. Wir stellten unsere Ergebnisse vor und ließen die Akademie dann in einem großen Meeting ausklingen. Zumindest dachten wir, das wäre das Ende gewesen.

Über die zehn Tage habe ich regelmäßig einen Teilnehmerkurs besucht, in dem es ums Lesen und Schreiben von Geschichten ging. Und ich muss, so glaube ich, nur einen Satz sagen, um den Erfolg zu beschreiben: Die Gruppe trifft sich bis heute jede Woche, und es wir haben nicht vor, aufzuhören.

Doch neben all dem Schönen sollte man sich eine Sache klarmachen, bevor man sich für die Akademie anmeldet: Es ist alles freiwillig. Man wird zu nichts gezwungen, und daher muss das Interesse von einem selbst ausgehen. Daher lautet meine große Empfehlung: Meldet euch für einen Kurs an, der euch wirklich interessiert. Denn wenn es so ist, dann könnte es sein, dass ihr einen Sommer erlebt, den ihr nie vergessen werdet.

Peter, EF

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