Lies mal! Buchtipps

Lies mal! Buchtipps

Lesen macht Spaß? Oh, ja! Du musst nur die richtigen Bücher finden. In unserem „Lies mal“ findest du von nun an Buchtipps von Schülerinnen und Schülern, die spannende, lustige, vielleicht auch traurige und bewegende Bücher gelesen haben und sie empfehlen können. Lass dich zum Lesen – und Hören!- verführen. Lies mal! Es macht Spaß!

Kükensommer

Der Roman "Kükensommer" von Anna Woltz handelt von den Sommerferien dreier Freund*innen, einem Huhn und sieben Bruteiern. "Kükensommer" ist 2011 auf Niederländisch und 2015 im dtv-Verlag auf Deutsch erschienen.

Die Hauptperson, aus dessen Perspektive die Geschichte erzählt wird, ist die zehnjährige Flora. Eigentlich freut sie sich auf die Sommerferien, weil sie dann die ganze Zeit ihrem Vater, der Gärtner ist, bei der Arbeit helfen kann und mit keinen fremden Kindern sprechen muss. Aber daraus wird nichts, da im Nachbarhaus die rothaarige Evi einzieht und unbedingt mit Flora befreundet sein möchte. Als Flora dann ein Huhn findet und es heimlich in ihrem Kleiderschrank wohnen lässt, hilft Evi ihr die verrrückte Idee umzusetzen, Bruteier unter das Huhn zu legen.

Der freundliche Nick, der seinen Eltern bei der Arbeit als Hochzeitsorganisator*innen hilft, wird auch noch in ihren geheimen Plan eingeweiht. Am Ende ist aber nicht das Huhn im Schrank das größte Problem, sondern Evis Streit mit Josien, der neuen Frau ihres Vaters, die (so meint Evi jedenfalls) ihre tote Mutter ersetzen möchte. So müssen ein Huhn, sieben Küken, Nick und Flora helfen.

Mir gefällt das Buch sehr gut, weil die Autorin es mit ihrer Sprache schafft, dass sich der/die Leser*in die Geschichte sehr gut in Bildern vorstellen kann. So kann man sich auch in den Winterferien beim Lesen in die Sommerferienstimmung von Flora, Evi und Nick hineinversetzen.

Ich würde "Kükensommer" allen empfehlen, die Geschichten von Freundschaft, aber auch von Problemen mögen. Die Zielgruppe sind eher 5.- oder 6.-Klässler*innen.

Paula, 14 Jahre

Ein Krokodil taucht ab und ich hinterher

Mit einem großen Satz auf die Klobrille, kopfüber ins Wasser. Die Spülung rauscht - das Wasser dreht sich, ein Strudel tut sich auf - das Wasser schäumt, schießt gurgelnd in den Abgrund. Durch das Rohr in den Boden, um die Kurve nach unten nach oben, rechts, links - dunkel.

Was tun, wenn der beste Freund das Klo runtergespült wird? Paul bleibt keine andere Wahl, als selbst in das Labyrinth der Kanalisation zu steigen, falls er seinen 86 cm langen Mississippi-Alligator Orinoko jemals wiedersehen möchte.

Paul und sein Papa, der Reptilienforscher Dr. Bach führen ein glückliches Leben mit ihren Krokodilen, bis sich zwei Monster in der Wohnung breitmachen. Katharina, die neue Freundin seines Vaters und Elektra, Pauls neue Stiefschwester. Das heißt Gesangsproben, kalte Marmortische, giftgrüne Bettwäsche und rohen Thunfisch beim Japaner.

Als dann noch, bei einem Streit mit der schrecklichen Elektra, sein Krokodil den Abfluss runtergespült wird, reicht es Paul.  Wütend macht er sich auf die Suche nach seinem Freund, durch den Gully - ab in das verzweigte Geflecht der Rohre. Dort unten trifft er auf eine ganze Bande von Kindern. Mit einem Anführer und einem Koch haben sie sich ihr eigenes Zuhause in der Kanalisation geschaffen. Sie nehmen Paul bei sich auf und versprechen, ihm bei der Suche nach Orinoko zu helfen.

Es macht unheimlich Spaß der Suche nach Orinoko zu folgen. Nach und nach erfährt der Leser mehr über die Hintergründe der Kanalbande. Warum die Kinder im Kanal leben, wie sie als eine Familie zusammenwachsen und sich weiterentwickeln. Die Charaktere sind überzeugend und ihre Geschichten teils dramatisch real. Paul lernt, dass hinter einer merkwürdigen Fassade oft ein liebenswürdiger Charakter steckt und in einer unwirtlichen Umgebung ein geregelter Alltag herrschen kann. Das Buch ist toll zum Vorlesen oder Selberlesen.

Nina Weger: “Ein Krokodil taucht ab (und ich hinterher)” Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg 2013.

Anna, 16 Jahre

"Der Wind in den Weiden" ein Hörspiel

Das Hörspiel "Der Wind in den Weiden", 2008 im DAV (Der Audio-Verlag) erschienen und produziert vom WDR, handelt von den Abenteuern des Maulwurfs, der Ratte und ihren Freunden.

Vom Frühling angezogen unterbricht der Maulwurf seinen Hausputz und klettert an die frische Luft. Beim seinem Spaziergang entlang des Flusses lernt er die Wasserratte kennen. Zusammen machen sie eine Bootsfahrt mit Picknick, und als der Maulwurf bei einem übermütigen Versuch, Boot zu fahren, kentert, lädt die Wasserratte ihn ein, ein paar Tage zu bleiben, um den Fluss besser kennen zu lernen und das Bootfahren zu erlernen. So zieht der Maulwurf bei der Ratte ein und lernt in den darauffolgenden Tagen die anderen Tiere am Fluss kennen. Aus den anfangs geplanten wenigen Tagen werden Jahre, in denen die beiden mit dem Kröterich, den Fischottern, den Feldmäusen und ihrem alten Freund Dachs viele Abenteuer erleben. In ihnen geht es um Freundschaft und gegenseitige Unterstützung, aber auch um Heimweh und die Sehnsucht nach fremden Ländern.

Mir gefällt die Geschichte, weil es sehr interessant ist, die Fragen des Lebens aus der Sicht der kleinen Lebewesen zu sehen und zu lesen, wie es in ihrer Welt zugeht. Die Tiere haben menschliche Eigenschaften und der/die Leser*in kann sich in ihre Situation gut hineinversetzen und mit ihnen fühlen. Auch die Inszenierung des Hörspiels ist sehr schön: die Stimmen sind sehr charakteristisch und die Musik und kleinen Hintergrundgeräusche, wie beispielsweise das Pfeifen eines Teekessels, untermalen die Geschichte sehr gut. Es macht sehr viel Spaß zuzuhören.

Das Hörspiel ist sehr zu empfehlen: Mit der ganzen Familie, aber auch alleine macht es viel Spaß, den Abenteuern zu folgen.

Paula, 14 Jahre

„Magnus Chase: Das Schwert des Sommers“

Das Buch ist der erste Band der Magnus-Chase Reihe von Rick Riordan. In der Reihe geht es um die nordische Mythologie. In dem Roman ist Magnus Chase ein sechzehnjähriger Junge, der seit zwei Jahren obdachlos ist. Nachdem er im Kampf gegen den Feuerriesen Surt gestorben ist, für sein Nachleben ins Hotel Walhalla kommt und ein Einherjer wird, erfährt er, dass er von Frey, einem der nordischen Götter Asgards abstammt. Nun soll Magnus das Schwert des Sommers suchen und den Weltuntergang Ragnarök verhindern. Dabei helfen ihm seine Freunde Semirah al-Abbas, der Zwerg Blitzen und der Albe Hearthstone. Sie müssen viele Abenteuer bestehen, etwa einen Zwerg namens Junior bei einem Schmiededuell besiegen. Den Zwerg brauchen sie, um einen Ersatz für Gleipnir, die Fessel des Fenriswolfs, aufzutreiben. Denn Gleipnir ist mit der Zeit locker geworden und wenn der Fenriswolf sich befreien kann, leitet das den Weltuntergang Ragnarök ein. Leider versteht Blitzen, der das Duell bestreitet, nur etwas von Mode und wenn er verliert, muss er mit seinem Kopf bezahlen. Außerdem müssen sie Thors Hammer finden, ohne den er nicht mehr so gut kämpfen und seine Fernsehserien nicht mehr gucken kann. Und sie müssen den Fenriswolf bändigen, dessen Fessel im Laufe der Jahre locker geworden ist. Und dabei mischt auch noch Semirah al-Abbas’ Vater, der Gott des Bösen, Loki mit. Loki versucht, den Weltuntergang zu beschleunigen.

Ich finde das Buch sehr gut und kann es ausdrücklich empfehlen. Mit seinen 560 Seiten bietet der Roman Beschäftigung für mehrere langweilige Tage. Das Buch ist spannend, man ist sofort in der Story abgetaucht. Allerdings kommt auch der Humor nicht zu kurz, wodurch das Buch noch unterhaltsamer wird. Außerdem erklärt es Teile der Nordische Mythologie so, dass man sie gut versteht.

Theo, 10 Jahre

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