Neugier und Forscherdrang lassen sich nicht aufhalten

Neugier und Forscherdrang lassen sich nicht aufhalten

Forscherdrang ist nicht aufzuhalten, nicht einmal in Zeiten der Pandemie. Daher haben trotz erschwerter Bedingungen drei Gruppen der KLS in diesem Jahr spannende Projekte entwickelt und erfolgreich am Regionalwettbewerb in Solingen teilgenommen.

Welche Projekte gab es in diesem Jahr?

Das Team der Stufe 5, bestehend aus Hannah, Nitin und Theo überlegte, dass Blinde in ihrem Alltag vor Problemen stehen, die sehende Menschen nicht haben, wozu auch gehört, herauszufinden, wann der Mülleimer voll ist. Da niemand dies gerne mit den Händen überprüfen möchte, war die Idee geboren: Der ultimative Mülleimer für Blinde.

Der ultimative Mülleimer. Im Deckel befindet sich der Stromkreis mit Summer.

 

 

 

 

 

 

Nun musste erforscht werden, wie man diesen entwickeln könnte. Als Lösung wurde ein Stromkreis gefunden, welcher sich erst schließt, wenn der Mülleimer voll ist und dann einen Signalton erzeugt. Hierzu wurden sich Kenntnisse der Elektrik, Eigenschaften von Metallen und diverse Fertigkeiten angeeignet. Als Auszeichnung für die äußerst gelungene Arbeit gab es einen Sonderpreis.

Abb.1: Der ultimative Mülleimer. Im Deckel befindet sich der Stromkreis mit Summer. Zur Optimierung wurde alles mit einer Plastikscheibe abgedeckt, damit es zu keiner Verunreinigung durch den Müll kommt.

Im Video kann man sich anschauen, wie der Mülleimer funktioniert.

 

Das Team der Stufe 9 mit Nils und Peter trat im Bereich Mathematik/Informatik an und beschert der Welt den Schlafkalender SleeCa. Dieser plant den Schlaf und Alltag von Menschen perfekt und individuell angepasst an Schlafbedürfnis, Terminplanung samt Anfahrt. Die Umsetzung dieser Idee erforderte nicht nur eine tiefe Auseinandersetzung mit der Theorie zu Schlafrhythmus und Logistik, sondern vor allem eine sehr intensive und aufwändige Einarbeitung in Programmierung, Datenschutz und Rechtliches zur Erstellung solch einer App. Die Gruppe wurde für ihre Arbeit mit dem dritten Platz ausgezeichnet.

 

 

Das Team in der Altersgruppe Jugend forscht, bestehend aus Antonia und Mia, hat ein Thema gewählt, auf dessen Lösung viele Menschen warten: Durchblick – der Brillenglaserwärmer.

 

Dieser Durchblick bleibt durch das Tragen von Masken vielen Menschen regelmäßig verwehrt. Die Schülerinnen haben einen Stift entwickelt, durch den das Brillenglas auf Körpertemperatur erwärmt und so der Kondensation langfristig entgegengewirkt wird. Hier zeigte sich noch einmal besonders, dass Neugier und die eigene Idee der Motor für intrinsisches und intensives Lernen sind. Ohne ihr Ziel, den Brillenglaserwärmer zu entwickeln, hätten sich diese beiden Mädchen sicherlich nicht über die Weihnachtsferien in die Tiefen der Elektrophysik gewagt und sich mit dem Programmieren eines Stifts durch einen 3D-Drucker befasst. Das Ergebnis überzeugt und wurde mit dem zweiten Platz ausgezeichnet, welcher in dem Bereich Technik die höchste Auszeichnung beim diesjährigen Wettbewerb war, da nicht in jedem Fachbereich ein erster Preis vergeben werden kann.

Abb.2: Der Stift wird geplant.                                                                   Abb.3: Der Stift wird gedruckt.

 

Im Video sieht man, wie der Stift funktioniert:

 

Welche Hindernisse gab es bei der Durchführung zu überwinden?

Da es aktuell keine jahrgangsstufenübergreifenden Projekte geben darf, wurde für jede Jahrgangsstufe ein Raum bereitgestellt und die Betreuerinnen und Betreuer blieben gut in Bewegung, um alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterstützen zu können.

Das Team der Stufe 5 musste in Eigenregie im Lockdown seine Arbeit schreiben, Experimente durchführen und auswerten und hat dies mit Bravour gelöst.

Es musste schnell und kreativ eine Lösung zur Beschaffung von Forschungsmaterialien gefunden werden, da auch Baumärkte und Co. geschlossen waren. Antonia ist nun Stammkundin in einem Elektroladen, der eigentlich nur an Firmen verkauft, und kennt sich nicht nur mit Schrumpfschlauch aus.

Um ihren Stift entwickeln zu können, haben sich Antonia und Mia, die zuvor keine Affinität zu Technik und Elektrophysik aufwiesen, in diese Bereiche eingearbeitet und können nun ganz einfach diese Gleichung erklären:

 

Wir gratulieren allen unseren Gewinnerinnen und Gewinnern sehr herzlich! Alle sind voller Energie und wir freuen uns auf die nächste Runde und darauf, welche Ideen dann in die Tat umgesetzt werden. Vielleicht ist auch deine Idee dabei! Wenn du Interesse hast, melde dich über Teams bei Frau Bönsch oder Herrn Altmann. Wir freuen uns auf dich!

Zurück

Archiv "Aus dem Schulleben"

Ältere Artikel finden Sie HIER!