Reinhard-Engert-Preis für Erinnerungsarbeit an der KLS
Reinhard-Engert-Preis 2026 für Geschichte für die Königin-Luise-Schule
In diesem Jahr hat die Schulgemeinschaft der KLS – bereits zum zweiten Mal – den Reinhard-Engert-Preis der Werkstatt für Ortsgeschichte Köln-Brück e.V. bekommen. Die feierliche Preisverleihung fand beim Sommerfest am 15. Juli statt.
Prämiert wurde durch einstimmiges Urteil der Jury die Schulgemeinschaft der KLS für die Gestaltung der Gedenkvitrine im Treppenhaus des Altbaus. Hier sammeln wir Fotos unserer ehemaligen jüdischen Mitschülerinnen und Lehrkräfte und ihrer Familien. Diese Vitrine repräsentiert gleichsam die Erinnerungsarbeit, die an der KLS unter der Leitung von der Dr. Erkelenz geleistet wird. Und sie ist schon jetzt ein fester Identifikationsort für unsere Schulgemeinschaft.
Die Vorarbeiten reichen an die 10 Jahre zurück und viele Mitglieder der Schulgemeinschaft haben ihren Beitrag geleistet. Familien haben uns unterstützt durch oft sehr großzügige Geldspenden, durch Sachspenden (in Form von Bilderrahmen) oder durch technisches Know-How (bei der Bearbeitung von Bildern). Der Förderverein hat immer wieder großzügige Unterstützung gewährt. Gern hat die Schulleiterin, Frau Dr. Flink, – neben ständiger Unterstützung in vielfältiger Form – die zentrale Vitrine zur Verfügung gestellt.
Vor allem aber haben über die Jahre viele hunderte Schüler:innen diese Vitrine möglich gemacht: Sie haben unter dem Eindruck eines Besuches in der Gedenkstätte Auschwitz die Idee entwickelt. Sie haben Fotos und Rahmen ausgewählt, die Fotos den Rahmen zugeordnet, die Anordnung der Bilder gestaltet, die Bilder in der Vitrine befestigt. Und vor allem haben sie in Projektkursen, in Zusatzkursen, in Workshops die alten Fotografien gefunden – und in vielen Fällen von den Nachkommen selbst erhalten.
Insofern ist dieser Preis tatsächlich eine verdiente Anerkennung für die gesamte Schulgemeinschaft.
Das mit diesem Preis verbundene hohe Preisgeld von 2000,- € ist ein sehr willkommener „Nebeneffekt“. Dieses Geld wird uns die weitere Arbeit ermöglichen – denn natürlich wird die Vitrine auch weiterhin wachsen. Und sie wird sicher nicht das letzte Projekt bleiben, an dem unsere Schulgemeinschaft arbeitet.
Explizit ausgezeichnet wurden aber auch die Mitglieder der Geschichte-AG der KLS. Denn sie haben sich nicht nur an der Gestaltung der Vitrine beteiligt. Ihnen war es ein Bedürfnis, dass sie nicht nur Anschauungsobjekt ist, sondern dass mit ihr gearbeitet wird. Und so haben sie didaktische Materialien zur Vitrine entwickelt, die allen Klassen und Kursen ab jetzt zur Verfügung stehen. Und sie haben Materialien entwickelt, mit denen unsere neuen Mitschüler:innen der Klassen 5/6 sich in Zukunft einarbeiten können in das, was an der KLS die aktive Erinnerungsarbeit ausmacht.
Herzlich danken möchten wir allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft, die sich an dieser Arbeit beteiligt haben. Unser Dank geht ebenfalls an die Werkstatt für Ortsgeschichte Köln Brück e.V. und die Mitglieder der Jury des Reinhard-Engert-Preises für diese großartige Anerkennung unserer Arbeit.
Und natürlich sind alle Interessierten herzlich eingeladen, in der Geschichte-AG mitzumachen. Denn die nächsten großen Projekte sind bereits in Planung.
Bild 1: Die Mitglieder der Jury vor unserer Gedenkvitrine (v.l.n.r.): Dr. Ingrid Hege-Wilmschen (Vorsitzende der Werkstatt für Ortsgeschichte), Dr. Fritz Bilz, Claudia Greven-Thürmer (Bezirksbürgermeisterin von Köln-Kalk), Dr. Dirk Lucaßen (NS-Dokumentationszentrum).
Bild 2: Die Mitglieder der Geschichte-AG mit ihren Urkunden: Karl (10b), Talitha (EF), Frida (10b), Mina (Abi 2025), Karl (8b), Jakob (8b) und Fadil (8b). Es fehlen leider Marie (8b), Theo 10c) und Finn (10b).