Schule ohne Rassismus, Reinhard-Engert-Preis, Buchvorstellung

Schule ohne Rassismus, Reinhard-Engert-Preis, Buchvorstellung

Am 15. Juni – dem Tag unserer großen Jubiläumsfeier – gab es am Vormittag zunächst einen offiziellen Festakt im PZ mit einer größeren Zahl verschiedener und doch auch inhaltlich zusammengehöriger Programmpunkte.

Zunächst erhielt die KLS endlich die offizielle Anerkennung als „Schule ohne Rassismus“. Dank des Einsatzes der SV war der Prozess der Bewerbung schon seit langem erfolgreich abgeschlossen, durch Corona aber unterbrochen worden.

Vorbereitet wurde diese Verleihung durch einen Workshop am Vormittag, an dem unser Pate – der bekannte Moderator und Rapper Amiaz Habtu – die Arbeitsgruppe der SV sowie weitere interessierte Lernende teilnahmen. Gestaltet wurde dieser Programmpunkt in erster Linie von Amiyo aus der 9b, begleitet und unterstützt von Amiaz Habtu. Sie erläuterte den Weg der KLS zur „Schule ohne Rassismus“, die Motive und langfristigen Ziele. Insbesondere stellte sie das „Initiationsprojekt“ vor – „Colin‘s Room“, einen geschützten Raum für People of Colour, den sie mit anderen Lernenden schon vor einiger Zeit ins Leben gerufen hatte. In Zukunft werden nach diesem Vorbild hoffentlich weitere Projekte folgen.

Anschließend überreichte Frau Araya-Gabriel, die Vertreterin des Netzwerks „Schule ohne Rassismus“ Urkunde und Schild an unsere Schülersprecherin Larissa aus der Q1.

Es folgte die Verleihung des „Reinhard-Engert-Preises“ der Geschichtswerkstatt Köln-Brück an den Projektkurs der Q2. Ausgezeichnet wurde mit diesem Preis die Erforschung von Lebensgeschichten und Lebenssituation ehemaliger jüdischer Schülerinnen der KLS. Stellvertretend für den gesamten Kurs wurden die Arbeiten von Louisa und Carla aus dem Projektkurs mit einer Urkunde gewürdigt. Das Preisgeld von 2000 € wird weitere besondere Projekte in der Zukunft ermöglichen.

Während für die betreffenden jüdischen Schülerinnen bereits im März Stolpersteine vor der KLS verlegt worden waren, gab es für ihre Angehörigen bisher keine öffentliche Erinnerung. Aus diesem Grund hatte der Projektkurs einen Spendenaufruf in der Schulgemeinde gestartet. Ihm waren so viele Familien gefolgt, dass im Verlauf der nächsten Monate eine große Zahl an Stolpersteinen verlegt werden kann, vor allem im Belgischen Viertel und in Ehrenfeld. Als Dank und Anerkennung für ihre Unterstützung erhielten die Patenfamilien ihre Patenschaftsurkunden aus den Händen der Mitglieder des Projektkurses.

Zum Abschluss gab es die Ankündigung einer Buchpublikation, die gerade in Kooperation der KLS, des Gymnasiums Schaurtestraße, des NS-Dokumentationszentrums und weiterer Institutionen ensteht und in der offiziellen Schriftenreihe des NS-Dokumentationszentrums erscheinen wird. Unter anderem werden in diesem Buch die Forschungsergebnisse aller bisherigen Projektkurse zur Geschichte der KLS im Nationalsozialismus zusammengeführt, ergänzt durch eine repräsentative Auswahl von Kurzbiographien ehemaliger jüdischer Schülerinnen, von denen die meisten von Lernenden aus den Projektkursen verfasst worden sind. Für die Zukunft könnte uns das Preisgeld des Reinhard-Engert-Preises weitere Projekte dieser Art ermöglichen.

 

 

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